Freiwilligen Messe Tirol 2017
Freitag, 24.11.2017
09.00 – 17.00 Uhr
Innsbruck Congress, Dogana
Eintritt kostenlos!
 
Anfahrtsplan

Eine Ehrenamtliche schon seit vielen Jahren

Als ich in die Pension ging, spürte ich, dass mir etwas fehlte. Ich habe mir immer schon gewünscht, etwas Soziales zu tun. Zuerst ging ich zu den Johannitern, die mich ins Wohnheim hierher schickten.

Ich wurde einer Dame vorgestellt, mit der ich dann regelmäßig spazieren ging, zuerst 1-2 mal in der Woche. Jetzt bin ich jeden 2. Tag unterwegs, da ich auch in anderen Heimen Besuche mache.

Man baut eine Beziehung auf und es ist schön und es bereitet mir Freude. Ich gehe dann nach Hause und bin einfach glücklich.

Für den Sommer haben wir schon einiges geplant: zum Goldenen Dachl zu fahren und dort Eis zu essen. Überhaupt haben wir beide noch vieles vor.

Ich wünsche mir, dass viele Leute ehrenamtlich tätig sind, denn man bekommt wirklich mehr zurück, als man gibt – ganz bestimmt! Man bekommt eine innere Zufriedenheit.

Penionistin

 

Betreuung einer Gruppe

Seit vielen Jahren betreue ich ehrenamtlich, in einem Altersheim, eine Gruppe von 10-12 BewohnerInnen. Das Einzigartige dabei ist, dass die Personen selbst planen und entscheiden, was wir zusammen unternehmen wollen, z.B.

° eine Musikstunde, beginnend mit der Biographie von Franz Schubert und anschließendem Singen und Anhören von seinen bekannten Liedern

° Bewegen im Sitzen mit Musik

° Gesprächsrunde über verschiedene Themen

° Basteln für unseren alljährlich stattfindenden Basar

° Liköre ansetzen

° Spielevormittag – Rummy, Scrabble

° Ausflüge in unser schönes Tirolerland

° Besichtigungen z.B. Krippele schauen, das neue Panoramamuseum…

Dieses freiwillige Engagement bereitet mir viel Freude und es ist eine Bereicherung meines Lebens. Man lernt viele interessante Menschen kennen, ihre Wertschätzung und ihr Vertrauen durfte ich immer wieder erfahren.

Pensionistin

 

Zeit und Aufmerksamkeit schenken

Ich erkrankte ohne jedes Vorzeichen an einem bösartigen Tumor. Der Herrgott meinte es aber gut mit mir, ich konnte weiter leben. Es war der Auslöser für mich, einen kleinen Teil diese Glückes an andere weiterzugeben. Ich wollte mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Bei meinem Besuch im Altersheim, bei einer netten Dame, hat sich dann ein bestimmtes Ritual entwickelt. Zuerst redet sie sich den angestauten Kummer von der Seele. Das war für mich das Startzeichen, mit ihr im Rollstuhl den Park aufzusuchen. Dort betrachteten wir die wunderschönen Blumen oder schauten auf die Berge. Das hat ihr immer so gut gefallen – schmunzelnd und zufrieden gingen wir wieder heim.

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich für meine Tätigkeit als Ehrenamtlicher viel mehr zurück bekomme, als ich geben kann – und das tut auch mir sehr gut.

Pensionist

 

Freiwilligen Beitrag

Jedes Mal, wenn ich in Zeitungen oder in meinem Umfeld abfällige Bemerkungen über Fremde lese und höre, regt sich bei mir Widerstand und ich frage mich immer:

” Wieso bitte urteilt man so über Menschen, die man nicht kennt und mit denen man wahrscheinlich  noch nie ein Wort gesprochen hat? Warum fürchtet man sich vor “Putzfrauen” und  ”Bauarbeitern”, dass sie uns Arbeit, für die  man sich selber eh zu schade ist, wegnehmen könnten? Warum glauben viele, dass Fleiß nur eine österreichische Eigenschaft ist und alle anderen ihre Erfüllung im faul herumhängen finden? Kann sich jemand in einem Rechtsstaat wie unserem überhaupt vorstellen, dass sich actionreiche Filmszenen über Tod und Folter auch in der Realität abspielen könnten?”

Ich bin dann durch Zufall auf das Inserat der URB gestoßen. Es ist ehrenamtlich, aber wichtiger ist mir in diesem Fall, dass ich mich endlich nicht mehr nur über menschenverachtende Aussagen ärgere, sondern durch mein Engagement aktiv gegen dieses Bashing auftreten kann. Und zwar noch dazu in einer Art und Weise, die den Betroffenen auch wirklich hilft.

Evelyn Jus, Studentin

 

Warum ich ehrenamtlich arbeite

Angefangen habe ich bei der unabhängigen Rechtsberatung Tirol, weil ich fremde Kulturen sowie Sprachen spannend finde und wissen wollte, wie es den AsylwerberInnen hier bei uns eigentlich so geht. Dabei dachte ich nicht, dass ich wirklich länger dabei bleiben würde.

Aber relativ schnell begriff ich, wie viel ich von den Personen in der Rechtsberatung lernen kann. Sei es von den KlientenInnen mit den verschiedensten kulturellen Hintergründen und ihren Geschichten oder von den anderen MitarbeiterInnen, die mir dank ihrer oft unterschiedlichen Ausbildung sowie beruflichen Erfahrung helfen, die Aufgaben in der Rechtsberatung zu bewältigen. Ich merkte aber auch, dass das, was ich mache, für andere Menschen irgendwie nützlich sein kann und sei es nur die Tatsache, dass ihnen jemand zuhört, glaubt und hinter ihnen steht.

So beschloss ich, bei der Rechtsberatung weiter zu machen. Sicherlich auch, weil mir die Leute dabei schon sehr ans Herz gewachsen sind. Denn oft ist die Arbeit ziemlich nervenaufreibend, jedoch ist das, was ich dabei lerne unbezahlbar – für mich selbst sowie für meine berufliche Zukunft.

Vera, 21, Jusstudentin